Sebastian Riedmiller erhält die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft

17. Juni 2026

Dr. Sebastian Riedmiller erhält die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft für seine Dissertation zur umfragegestützten Politikgestaltung. Seine Forschung zeigt, wie gezielte Informationsstrategien die Wirksamkeit politischer Maßnahmen verbessern können – insbesondere im Bereich der Studienförderung.

In seiner Dissertation Survey-Guided Policy Design: An Economic Approach to Student Aid and Beyond untersucht Riedmiller, wie politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger Befragungen nutzen können, um Hindernisse bei der Inanspruchnahme staatlicher Leistungen besser zu verstehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Studienhilfe und die Frage, warum viele Studierende finanzielle Unterstützung nicht beantragen, obwohl sie Anspruch darauf hätten.

Durch die Verbindung von theoretischer Analyse, Laborexperimenten und groß angelegten Umfragen zeigt Riedmiller, dass Fehleinschätzungen über die eigene Anspruchsberechtigung und die Bedingungen der Förderung zu den wichtigsten Hürden zählen. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse entwickelt er Informationsstrategien, die solche Fehlwahrnehmungen wirksam reduzieren und die Inanspruchnahme von Studienhilfe erhöhen können.

Über den konkreten Anwendungsfall hinaus verdeutlicht seine Arbeit, wie eine umfragegestützte Politikgestaltung die Wirksamkeit öffentlicher Maßnahmen auch in anderen Politikfeldern verbessern kann. Die Dissertation verbindet wirtschaftswissenschaftliche Theorie, empirische Forschung und praktische Politikgestaltung und liefert wertvolle Impulse für eine evidenzbasierte Sozialpolitik.

Die Otto-Hahn-Medaille wird jährlich von der Max-Planck-Gesellschaft an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen.

 

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